Selbstständige
Gerade Kleinbetriebe zu denen sich auch die Gaststätten zählen, waren von der Pandemie stark betroffen. Bis zum 15.05.2020 wurde der Publikumsverkehr untersagt und Speisen und Getränke durften nur noch geliefert oder abgeholt werden. Dies folgte aus der am 22.03.2020 beschlossenen Kontaktbeschränkung zwischen Bund und Ländern.
Auch Blumenläden mussten ihre Läden aufgrund dessen schließen und vermerkten einen Einbruch von bis zu 85% aufgrund von geschlossener Grenzen sowie Veranstaltungsverbote. Der Weiterverkauf von Blumen in Supermärkten sollte das Geschäft stützen, doch meist kamen diese schon bereits mit dem Nachfüllen von Lebensmitteln nicht hinter, wodurch der Blumenverkauf in den Hintergrund rückte.
Da Blumen Frischware sind, konnten sie auch nicht gelagert und zu einem späteren Zeitpunkt verkauft werden.
Buchläden hingegen durften in Berlin sowie Sachsen-Anhalt geöffnet bleiben. Trotz Beschränkung, dass jeweils nur zwei Kunden das Geschäft betreten durften, ist dies eine Überlebenschance für diese gewesen. In allen anderen Bundesländern mussten Buchläden geschlossen bleiben. Mit eigenen Onlineshops versuchten sie der existenzbedrohenden Situation entgegenzuwirken. Mit sich zieht dies, dass ebenfalls die Autoren mit Einnahmeverluste zu kämpfen hatten, da sie ihre Bücher zu dieser Zeit nicht vorstellen konnten.
Verkehrsbranche
Die Pandemie traf die Verkehrsbranche an allen Ecken. Wo ein Rückgang der Lkw-Fahrten aufgrund von geschlossener Grenzen ersichtlich war, traf diese genauso den Flugverkehr. Einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes zu entnehmen, dass im März der Flugverkehr um 62,9% an Fluggästen und um 11% an Facht und Post im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist.
Einer weiteren Statistik ist zu entnehmen, dass der Fahrleistungsindex (Lkw-Maut) am 06.04.2020 ihren Tiefpunkt erreichte. Am 16.03.2020 unterschritten sie erstmals das Vorjahr und haben sich bis Kalenderwoche 18 diesem nicht mehr stark genähert.
Wie die Situation aktuell aussieht, ist aufgrund der Einschränkung bis KW 18 nicht bekannt.
Dies kann der Pressekonferenz "Wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Pandemie" vom 15.05.2020 des Statistischen Bundesamtes entnommen werden.
Produktionsunternehmen
Der Umsatz bei Produktionsunternehmen sei warenübergreifend aufgrund von Hamsterkäufen um bis zu 20 % gestiegen.
Lebensmittel und vor allem auch Desinfektionsmittel sind zu dieser zeit sehr gefragt. So berichten einige Medien, dass auch Winzer, welche Wein produzieren, diese nun auch für die Produktion von Desinfektionsmittel verwenden.
Ebenfalls dem Statistischen Bundesamt zu entnehmen ist ein Anstieg der Produktion von Desinfektionsmittel von ca. 6 Tausend Tonnen.
Dagegen ist die Produktion von Pkw und Wohnmobilen gesunken. Doch Schwankungen in diesem Bereich der Produktion sind bereits in der Vergangenheit zu erkennen.